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Colette Basler zur geplanten Aushubdeponie

Im «Buech» in Herznach ist für 15 bis 20 Jahre der Betrieb einer Aushubdeponie geplant. In dieser Zeit soll die Landschaft mit Aufschüttungen bis 25 Meter Höhe umgestaltet werden. Was meinen Sie zu dieser Veränderung der gewachsenen Landschaft?

Der Standort ist nicht ideal, da in zwei Dörfern mit erheblichem zusätzlichen LKW-Mehrverkehr gerechnet werden muss. Zudem liegt das Gebiet mitten im Jurapark. Das «Buech» befindet sich entlang eines beliebten Spazier- Wander- und  Radweges. Dieser Eingriff würde die Attraktivität dieses Naherholungsgebietes um ein Vielfaches mindern. Die geplante Deponie liegt unmittelbar angrenzend an Wohngebiete in Herznach und Ueken. Für die Bevölkerung wird der Betrieb der Deponie extreme Lärm- und Staubbelastungen mit sich bringen. Ist die Nähe der geplanten Aushubdeponie zum Wohngebiet für Sie ein Grund, den Antrag für eine Richtplanänderung abzulehnen?

 

Die geplante Deponie liegt unmittelbar angrenzend an Wohngebiete in Herznach und Ueken. Für die Bevölkerung wird der Betrieb der Deponie extreme Lärm- und Staubbelastungen mit sich bringen. Ist die Nähe der geplanten Aushubdeponie zum Wohngebiet für Sie ein Grund, den Antrag für eine Richtplanänderung abzulehnen?

Ja!

 

Was gewichten Sie höher: den Schutz der Jurapark-Landschaft und der Wohnzonen oder die wirtschaftlichen Aspekte einer Aushubdeponie?

Den Schutz der Jurapark-Landschaft gewichte ich höher.

 

Das Startlebachtäli mit dem Eisenweg ist Bestandteil des Juraparks Aargau. Landschaftsqualität ist ein Standortfaktor. Wie kann die Jurapark-Landschaft vor solchen Projekten wie der geplanten Aushubdeponie Ihrer Meinung nach geschützt werden?

Es sollen Projekte dort unterstützt werden, wo sie Sinn machen, zum Beispiel bei einer Autobahnausfahrt. Behörden und Bevölkerung müssen eng zusammen arbeiten, und Betroffene müssen Mitspracherecht erhalten.

 

Auf Anraten des Kantons fand das Evaluationsverfahren hinter „verschlossenen Türen“ statt. Als die Öffentlichkeit informiert wurde, gab es für die betroffene Bevölkerung kaum eine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen. Was sagen Sie dazu, dass die betroffene Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt in das Evaluationsverfahren miteinbezogen wurde?

Bei solch wichtigen Entscheiden ist Transparenz das A und O. Nur Entscheide, die basisdemokratisch gefällt und von einer Mehrheit getragen werden, haben die Chance, akzeptiert zu werden. Ansonsten wird viel Zwietracht gesät und ganze Dorfgemeinschaften können entzweit werden.

 

Der Bedarf einer Aushubdeponie im oberen Fricktal ist aufgrund der von den Initianten genannten Zahlen und der vom Verein Erhalt Buech berechneten Angaben widersprüchlich. Unserer Meinung nach wurden die Zahlen so dargestellt, dass sie für eine Aushubdeponie im oberen Fricktal sprechen. Sind diese Widersprüche für Sie ein Grund für die Neuaufnahme des Verfahrens?

Ein solches Verfahren muss auf jeden Fall seriös und von unabhängiger Seite durchgeführt werden. Die Aushubdeponie «Buech» ist für mich aber so oder so keine Option. Eine solche würde mindestens drei Dörfer massiv belasten. Mindestens zehn Prozent mehr Lastwagen, welche über Jahre durch unser enges Dorf Zeihen fahren, sind für mich unvorstellbar. Die Zusatzbelastung wäre massiv, ganz zu schweigen von den neuen Gefahren entlang des Schulweges der Zeiher Kinder. Ueken würde noch um ein Vielfaches mehr belastet. Dies ohne Nutzen für beide Gemeinden.

 

 

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